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Themen und Ansätze

Im Förderschwerpunkt 3 werden zwei Themenschwerpunkte ausgeschrieben:

1. Gestaltung demokratischer Teilhabe durch intergeneratives Miteinander im Gemeinwesen

Der demografische Wandel, insbesondere die veränderten Familienstrukturen und die Auswirkungen der Abwanderung junger Menschen stellen den Zusammenhalt und das Zusammenleben der verschiedenen Generationen in der Bevölkerung gerade in Ostdeutschland vor neue Herausforderungen. Um dem Entstehen von Generationenkonflikten mit entsprechend negativen Folgen für die gesamte Gesellschaft entgegenzuwirken, ist die Solidarität der Generationen verstärkt zu fördern. Eine der Möglichkeiten dazu stellen intergenerative Projekte dar, mit denen alte und junge Menschen neue Gemeinsamkeiten finden und erproben können und mit denen ein wechselseitiges Verständnis der Generationen gefördert werden kann. Ziel ist es, Vorurteile über die junge oder ältere Generation abzubauen und die Entwicklung hin zu einer älter werdenden  Gesellschaft positiv und zukunftsorientiert anzugehen. Gerade für den ländlichen, strukturschwachen Raum in Ostdeutschland gibt es wenige Projekterfahrungen, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen.

Die zu fördernden Projekte sollen verschiedene Methoden intergenerativen Arbeitens an mehreren Projektstandorten entwickeln und erproben, um so unterschiedliche Wirkungsmechanismen und Erfolgsfaktoren zu identifizieren. Im Vordergrund steht die Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit der Erfahrungen. Die Projekte sollen einen deutlichen Erkenntnisgewinn bringen und wissenschaftlich begleitet werden. Es werden konkrete Impulse für die Praxis und  Handlungsoptionen erwartet. Daher sollten lokale Akteure von Beginn an in den Prozess eingebunden werden. 

2. Entwicklung von Medienkonzepten unter aktiver Beteiligung der Zivilgesellschaft

Der Zugang zu Information und die Möglichkeit zur Kommunikation sind wesentliche Grundlagen für politische und gesellschaftliche Teilhabe. Das ist im digitalen Zeitalter besonders evident, in dem Nachrichten aus allen Teilen der Welt ständig verfügbar werden. Gleichzeitig nimmt die Zeitungsvielfalt vor Ort ab. Diese Entwicklung trifft ländliche Räume und strukturschwache Gebiete und Gemeinschaften besonders stark: Vielerorts gibt es nur noch eine Redaktion, die sich mit lokalen Themen befasst. Wie kann unter diesen Umständen eine lebendige Auseinandersetzung mit der kommunalen Politik in der Region trotzdem gelingen? Wie kann eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürger dafür erreicht werden? Nicht das World Wide Web soll hier das alleinige Allheilmittel sein, sondern auch praxisnahe, direkte und lokal verankerte Ideen.

Die Modellprojekte sollen Aufschluss darüber geben, wie in dörflichen Gemeinschaften mit, aber auch abseits von Internet informiert, kommuniziert und gemeinsam gehandelt wird. Sie analysieren Kommunikationsprozesse und entwickeln Medienkonzepte, die sich an den Bedingungen und Bedürfnissen im ländlichen Raum orientieren. Stichworte sind hier steigende Mobilität, infrastrukturelle Herausforderungen, informelle Formen des Austausches, Medienwirkungsforschung u. Ä.. Die geförderten Projekte werden verschiedene Methoden an mehreren Projektstandorten entwickeln und erproben, um so unterschiedliche Wirkungsmechanismen und Erfolgsfaktoren zu identifizieren. Im Vordergrund steht die Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit der Erfahrungen. Die Projekte sollen einen deutlichen Erkenntnisgewinn bringen und wissenschaftlich begleitet werden. Sie werden konkrete Impulse für die Praxis geben und Handlungsoptionen aufzeigen. Besonders interessant sind dabei Projekte, die bestehende interpersonale Kommunikationsstrukturen mit einbeziehen, allen Altersgruppen zugänglich sind und mit den Akteuren vor Ort entwickelt werden. 

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