Landesfeuerwehrverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

FunkstoFF

Freiwillige Feuerwehren sind in unserer Gesellschaft hoch einzuschätzen und ein unverzichtbarer Bestandteil des Gemeinwesens. Der Landesfeuerwehrverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. will die Strukturen und Methoden demokratischer Prozesse in der Jugendarbeit durch die Ausbildung von Beraterinnen und Beratern stärken.

Logo des Projekts "FunkstoFF" des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V.Logo des Projekts "FunkstoFF" des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Über 26.000 Aktive Kameradinnen und Kameraden in 987 Freiwilligen Feuerwehren und 6879 Jugendfeuerwehrmitglieder in den 592 Jugendfeuerwehren in M-V gelten als Garanten für bürgerschaftliches Engagement und Vertrauenswürdigkeit. Sie sichern in unserem Bundesland das nichtpolizeiliche Gefahrenabwehrsystem. Die Aufgaben der Feuerwehr werden und lassen sich oft mit den Schlagwörtern "Retten", "Löschen", "Bergen", "Schützen" am besten beschreiben.

Doch Freiwillige Feuerwehren leisten in unserer Gesellschaft mittlerweile weitaus mehr. Sie sind durch Ihre kommunalen Aufstellungen hoch einzuschätzen und ein unverzichtbarer Bestandteil des Gemeinwesens. Sie bilden oft den kulturellen Mittelpunkt in Gemeinden und sind nicht nur eine wichtige Säule, sondern auch eine gesellschaftliche Größe im Bereich der Jugendarbeit. Hier finden aktive Teilhabe und Mitbestimmung statt. Sie stärken die gesellschaftlichen Abwehrkräfte gegen extremistische Tendenzen, indem sie für Diskriminierung und demokratiefeindliche Tendenzen sensibilisieren und bürgerschaftliches Engagement möglich machen.

Angesichts der aktuellen Bevölkerungsentwicklung in Mecklenburg Vorpommern, die von einem konstanten
Bevölkerungsrückgang und zunehmender Überalterung gekennzeichnet ist, besteht auch für die Feuerwehren erheblicher Handlungsbedarf. Die Tatsache, dass die Gesamtzahl der Feuerwehren ebenso rückläufig ist, wie die Zahl der Einsatzkräfte und der Jugendfeuerwehrmitglieder zeigt deutlich, dass ein sehr ernst zu nehmendes Problem im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit und Aufgabenerfüllung in allen Hinsichten besteht. Nachwuchsarbeit und Mitgliedergewinnung haben offensichtlich noch nicht bei allen oberste Priorität. Feuerwehren ohne bestehende und funktionierende Jugendfeuerwehren werden womöglich zukünftig nicht mehr existieren. Die Anzahl von Quereinsteigern ist auf ein Minimum gesunken.
Nicht nur die Jugendlichen, sondern auch Frauen und Migranten müssen für eine Mitarbeit in der Feuerwehr gewonnen werden. Die gleichberechtigte Integration muss überall gelebte Realität werden.
Für Neonazis sind Feuerwehren nicht nur interessant, weil sich Uniformen, Kameradschaft und die Unterordnung unter einen Wehrführer gut in ihr rechtes Weltbild einpassen lassen. Es kann auch strategisch sein: Ihr Engagement für den Brandschutz verschafft Rechtsextremen Anerkennung im Ort und damit die Chance zur Werbung - zumal Jugendfeuerwehren in den ländlichen Regionen das einzige Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche sind.
Deshalb ist in den Feuerwehren auch zukünftig die gesellschaftliche Entwicklung von Immigration, Integration und Vielfalt der Kulturen noch stärker zu berücksichtigen. Feuerwehren müssen darauf achten, in einem weltanschaulichen neutralen Feld zu bleiben – tolerant im Sinne der Demokratie. Gleichzeitig ist auch in den Feuerwehren, extremistischen Bestrebungen und Einflussnahmen entschlossen entgegenzuwirken.

Es geht bei diesem Projekt darum, demokratisches Miteinander in Feuerwehrverbänden und Jugendfeuerwehren zu stärken, Nachwuchskräfte zu motivieren und zu begeistern und somit die Zukunft der Feuerwehren zu sichern. Das Wichtigste ist dabei die Zusammenführung verschiedener Altersgruppen und Generationen, die gemeinsame Veranstaltungen durchführen, lernen, Schulungen absolvieren und sich persönlich und fachlich weiterbilden. Die zentrale Botschaft des Projektes kristallisiert sich schnell heraus: Inspiration und Anreize schaffen, um die Feuerwehr im Land moderner, integrativer, offener und kommunikativer zu machen. Dafür sorgen, dass Begeisterung und Leidenschaft für Kameradschaft und demokratisches Miteinander Fuß fasst. Und was brauchen wir dafür? Der Funke muss überspringen! Wir brauchen:FunkstoFF


 
Landesfeuerwehrverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Berta-von-Suttner-Straße 5
19061 Schwerin
Interner Linkwww.funkstoff.de
Interner Linkhttp://www.landesfeuerwehr-mv.de/


Ansprechpartner:
Matthias Nowatzki
m.nowatzki@lfv-mv.eu
Tel.: 0385 303 180 5

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