Programm für bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Handeln

Programmbereich 1A

Der Fokus des Programmbereichs 1A liegt auf der Qualifizierung von Ehren- und Hauptamtlichen in den Vereinen und Verbänden, um sie zu befähigen, die eigenen institutionellen Strukturen teilhabeorientiert mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Hierzu zählen insbesondere die verbandsinterne Beratung und Bearbeitung von diskriminierenden und undemokratischen Verhaltensweisen und die Etablierung diesbezüglicher Verfahren und Prozesse.

Auf- und Ausbau von Handlungskompetenzen zur Stärkung demokratischer Praxis im Bereich der Vereins- und Verbandsarbeit


Konfliktbearbeitung im Verein
Konfliktbearbeitung im Verein


Am Antragsverfahren konnten sich landesweit tätige Vereine oder Verbände aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligen. Ausgenommen sind Vereine oder Verbände aus den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg. Die Projektlaufzeit beträgt bis zu drei Jahre und endet zum 31.12.2019.

Es stehen pro Projekt im Programmbereich 1A bis zu 120.000 Euro/Jahr zur Verfügung. Die Ko-Finanzierung umfasst 20%.

Förderfähige Maßnahmen im Programmbereich 1 A sind:
  • Aus- und Weiterbildung von verbandsinternen Beraterinnen und Beratern zur Bearbeitung von Konflikten mit diskriminierenden und undemokratischen Verhaltensweisen;
  • dauerhafte Verankerung von Beratungsangeboten in den institutionellen Strukturen durch Etablierung von Informationsangeboten, Netzwerken und geeigneten Kommunikationswegen;
  • Information und Beratung von Führungskräften und Funktionsträgerinnen und -trägern in Vereinen und Verbänden hinsichtlich der Stärkung demokratischer Praxis in der Vereins- und Verbandsarbeit sowie zur strukturellen Konzeption und Verankerung diesbezüglicher partizipativer Verfahren und Einsetzen verantwortlicher Personen auf Führungsebene;
  • Abbildung der Ziele des Bundesprogramms in den Vereins- und Verbandszielen sowie der Vereins- und Verbandspolitik;
  • Durchführung von Informations-, Fachveranstaltungen und Bildungsangeboten im Bereich der Extremismusprävention, der Demokratiestärkung, der Organisationsentwicklung und der Beratungsarbeit;
  • Koordination und fachliche Begleitung der Beraterinnen und Berater;
  • Einführung und Anwendung von Qualitätsstandards in der Beratung (z. B. hinsichtlich der Beratungsziele, der Dokumentation, der internen Kommunikation);
  • Vernetzung der Projektakteure auf fachlicher und regionaler Ebene, Wissenstransfer der Projekte untereinander.