Programm für bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Handeln

Digitales Workshopangebot der Regiestelle

Die Regiestelle "Zusammenhalt durch Teilhabe" bietet interessierten Z:T-Projekten digitale Fortbildungen zu den Themen Antisemitismus und Rassismus an. Ziel der Workshops ist es, den Teilnehmenden neben einigen thematischen Impulsen, konkrete Ideen für die Weiterarbeit im Projekt zu geben. Eine flexible Teilnahme an einzelnen Veranstaltungen ist möglich.


Fortbildungsreihe zum Thema Antisemitismus:


»Antisemitismus – Geschichte und Aktualität«: Wie haben sich antisemitische Bilder von Jüdinnen und Juden im Laufe der Geschichte gewandelt? Welche Funktion erfüllen antisemitische Stereotype und Verschwörungstheorien? Welche Erfahrungen mit Antisemitismus machen jüdische Menschen in Deutschland heute? Und welche Reaktionsweisen sind geeignet, wenn »Du Jude« als Schimpfwort genutzt wird? Diese und ähnliche Fragen werden im Rahmen der Online-Fortbildung gemeinsam diskutiert. Die Online-Seminare richten sich an Projektverantwortliche, die sich intensiver mit unterschiedlichen Erscheinungsformen und Funktionen von Antisemitismus auseinandersetzen und Möglichkeiten der thematischen Weiterarbeit im Projekt diskutieren möchten.

Teil I: 28.09.2020, 15:00 - 17:00
»Antisemitismus – Geschichte und Aktualität« - inhaltlicher Impuls zum Thema Erscheinungsformen von Antisemitismus, Funktionen von Antisemitismus und antisemitischen Verschwörungsmythen
(Luiza Kulenkampff, Anne Frank Zentrum)

Teil II: 09.10.2020, 13:00 - 15:00
Methodenwerkstatt: Austausch zu bereits umgesetzten Projekten und Initiativen von Z:T Projekten zum Thema Antisemitismus und methodische Impulse und Beratung für die Arbeit zum Thema Antisemitismus (Anne Frank Zentrum)

Teil III: 13.10.2020, 15:00 - 16:30
Zur Rolle von Lebensgeschichten in der politischen Bildung: Wer? Was? Wie?
am Beispiel des Buches "In Europa nichts Neues? - Israelische Blicke auf Antisemitismus heute"
(Anita Haviv)

Anhand Ihres Buchs "In Europa nichts Neues? - Israelische Blicke auf Antisemitismus heute" erläutert Anita Haviv die Methode der Arbeit mit Lebensgeschichten und bietet konkrete Impulse zur Anwendung der Methode mit verschiedenen Zielgruppen und in verschiedenen Kontexten.

Zur Person: Anita Haviv-Hornier, 1960 in Wien geboren, Tochter von Holocaustüberlebenden, 1979 Einwanderung nach Israel; Studium der Literaturwissenschaft an der Universität Tel Aviv, Ausbildung als Gruppenmoderatorin und Mediatorin; langjährige Tätigkeit in der politischen Bildung und im israelisch-deutschen Dialog mit unterschiedlichen Zielgruppen u. a. in Museen und Gedenkstätten.

Anmeldungen senden Sie bitte an zdt-qualifizierung@bpb.de. Sie erhalten dann einen Link zur Teilnahme via Zoom.



Fortbildungsreihe zum Thema Rassismus:


„Aktuelle Rassismusdebatten – praktische Ansätze für die Projektarbeit“
Nach den Demonstrationen gegen rassistische Polizeigewalt in den USA, ausgelöst durch den gewaltsamen Tod von George Floyd und ein Erstarken der Black Lives Matter Bewegung, ist auch in Deutschland die Debatte um strukturellen gesellschaftlichen Rassismus neu entfacht. Vielerorts gab und gibt es noch immer Demonstrationen, medial erfährt die Frage nach einem strukturellen Rassismusproblem so viel Aufmerksamkeit wie selten zuvor und auch in der Wirtschaft und im Sport wird über rassistische Stereotype, beispielsweise im Marketing diskutiert. Nicht zuletzt die Debatte um Rassismus in den Strukturen der Polizei löst zum Teil große Polemiken aus. Die aktuellen Debatten können als Ausgangspunkt dienen, um die Thematik auch innerhalb der Verbände und Vereine aufzugreifen und möglicherweise Wege zur Bearbeitung zu finden.

Teil I: 29.10.2020, 14:00 - 15:30
Impulsvortrag und Austausch zu Kontinuitäten von Kolonialismus und Rassismus in Deutschland. Anhand von konkreten Beispielen wird die Geschichte und Gegenwart antirassistischer Arbeit in Deutschland skizziert und auf die Frage eingegangen, weshalb rassismuskritische Vereins- und Verbandsarbeit wichtig ist und worauf es dabei ankommt.
Referentin: Makda Isak, Each One Teach One
Moderation: Michael Bergert, Camino

Teil II: 12.11.2020, 14:00 - 16:00
Methodenwerkstatt: Aufbauend auf den ersten Seminarteil werden konkrete Ansätze, Methoden und Ideen für die Weiterarbeit in den Projekten vorgestellt und diskutiert.
Moderation: Michael Bergert, Camino

Anmeldung:
Bitte senden Sie Ihre Anmeldung bis zum 22.10.2020 an zdt-qualifizierung@bpb.de. Wenn Sie bereits konkrete Praxisideen und Methodenwissen zur Antirassismusarbeit in Vereinen haben, bitten wir Sie herzlich, diese im Rahmen der Methodenwerkstatt mit den anderen Projekten zu teilen. Geben Sie uns dazu bei der Anmeldung einen Hinweis, sodass wir Sie bei der Planung berücksichtigen können. Rückfragen richten Sie gerne an zdt-qualifizierung@bpb.de.