Programm für bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Handeln

Beratung bei Z:T

Die Beratungsarbeit der Demokratieberater/-innen: Themen, Hürden und Erfolge



Das Bundesprogramm ‚Zusammenhalt durch Teilhabe‘ geht in diesem Jahr in die vierte Förderrunde. 2011 wurde das Programm zur Stärkung der lebendigen und demokratischen Gemeinwesenkultur in strukturschwachen und ländlichen Regionen aufgelegt. Hierbei wurden Verbände und Vereine gefördert, die sich für eine Etablierung demokratischer Verbandsstrukturen einsetzen sowie der Bearbeitung von diskriminierenden und demokratiefeindlichen Vorfällen im Verband widmen und darüber hinaus in der Region den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken wollen. Hierfür werden u.a. Demokratieberater/-innen in den Verbänden und Vereinen durch das Bundesprogramm ausgebildet, die in den Organisationen in Konfliktfällen beraten, Bildungsangebote zum Erkennen antidemokratischer Haltungen anbieten und sensibilisierend in die Organisation hineinwirken. Jede Förderperiode wird hierbei durch proVAL wissenschaftlich begleitet. Hier finden Sie eine Übersicht über die in der Förderperiode 2017-2019 bearbeiteten Beratungsfälle, die von den Demokratieberater/innen an die wissenschaftliche Begleitung weitergegeben wurde. Hierfür dokumentierten die Demokratieberater/-innen ihre Fälle in einem standardisierten Verfahren in Form eines Fragebogens.

Exkurs: Was sind eigentlich ländliche Räume?
Das Thünen-Institut für Ländliche Räume hat im Auftrag des BMEL einen digitalen Landatlas erarbeitet, der hierüber einen Überblick gibt.


  • Graphik Bundesländer

    Allgemeine Zahlen zur Beratung bei Z:T

    In den Programmbereichen 1A und 1B wurden haupt- und ehrenamtliche Vereinsmitglieder ausgebildet, um die Beratung bei diskriminierenden Vorfällen und demokratiefördernden Maßnahmen vorzunehmen. Zwischen 2017 und 2019 wurden insgesamt 73 Projekte über drei Jahre mit bis zu 120.000 Euro pro Jahr gefördert. Neu dabei sind erstmals auch Projekte aus den ehemalig westdeutschen Bundesländern.

  • Themen Beratungsfälle

    Die Beratungsfälle der Demokratieberater/-innen: Themen, Durchführung und Ergebnisse

    Insgesamt wurden 1808 Beratungsfälle gemeldet, die in den Programmbereich fallen. Bei den programmrelevanten Beratungsfällen handelt es sich um Fälle, die einerseits in Bezug zu Rechtsextremismus, Diskriminierung bzw. gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stehen oder zu einer Stärkung und Verbesserung von Teilhabemöglichkeiten im Verein führen sollen.

  • Positive Effekte und Schwierigkeiten

    Positive Effekte und Schwierigkeiten: Wie ein Projekt gelingt

    Die Projekte stehen innerhalb ihrer Verbände vor unterschiedlichen Herausforderungen. Dies ist abhängig davon, ob z.B. zentrale Personen in den Verbänden und Vereinen für eine Demokratisierung, bzw. Etablierung von Beratungsangeboten in dem Verein sensibilisiert sind, ob sie sich aktiv an der Etablierung des Programms im Verband beteiligen oder dem gleichgültig oder sogar ablehnend gegenüberstehen.