Programm für bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Handeln

Hintergründe des Programms

Steckbrief

Anzahl geförderter Projekte:

In der ersten Programmphase 2010 bis 2013 wurden insgesamt 102 Projekte gefördert, davon sind 101 abgeschlossen. In der zweiten Programmphase 2013-2016 wurden zunächst 38 Projekte mit einer Laufzeit von zwei Jahren ausgewählt. In der aktuellen Förderphase 2017 bis 2019 werden 75 Projekte mit einer Laufzeit von drei Jahren im Programmbereich 1 gefördert. Im Bereich der Modellprojekte "Interkulturelles Lernen" fördert "Zusammenhalt durch Teilhabe" 18 Projekte.

Demokratietrainer/-innen:

Bislang wurden im Bundesprogramm 1.060 Personen zu Demokratieberater/-innen ausgebildet. Sie sensibilisieren innerhalb ihrer Organisationen für das Erkennen antidemokratischer Haltungen, begleiten die Entwicklung von Präventionsstrategien und beraten im Konfliktfall vor Ort.

Zusammenhalt durch Teilhabe – Demokratie an der Basis fördern

Das Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT) des Bundesministeriums des Innern (BMI) fördert in ländlichen und strukturschwachen Gegenden Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus. Ziel von Zusammenhalt durch Teilhabe ist es, Vereine und Verbände zu fördern, die sich der Etablierung demokratischer Verbandsstrukturen und der Bearbeitung von diskriminierenden und demokratiefeindlichen Vorfällen im Verband widmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Ausbildung von ehrenamtlichen Demokratieberater/-innen, die in der Lage sind Konflikte mit Bezug zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu identifizieren und zu bearbeiten. Die Projekte stützen sich vor allem auf die Potentiale im Amateursport, in den freiwilligen Feuerwehren, den ehrenamtlichen Gliederungen des Technischen Hilfswerks (THW) sowie in der Wohlfahrt und anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen. Einige Projekte verfolgen zudem den Ansatz ins lokale Gemeinwesen hineinzuwirken und gemeinsam mit anderen Akteuren regionale Netzwerke zur Bearbeitung antidemokratischer Vorfälle zu entwickeln. Eine weitere Säule des Bundesprogrammes ist die Umsetzung von Modellprojekten im Themenfeld interkulturelles Lernen. Vereine und Verbände sollen hier innovative Konzepte, Methoden und Instrumente entwickeln, mit denen interkulturelle Kompetenz in den Organisationsstrukturen, bei Haupt- und Ehrenamtlichen, verankert werden kann. Menschen vor Ort können durch die Mitarbeit an den Projekten erfahren, dass sie ihre Zukunft selbst in der Hand haben und diese aktiv und miteinander gestalten können. Demokratie, das ist der Grundgedanke des Programms, soll dort gefördert werden, wo sie entsteht: an der Basis. „Zusammenhalt durch Teilhabe“ ist ein Präventionsprogramm, es wirkt extremistischen und verfassungsfeindlichen Strömungen entgegen.