Bogenschützen auf dem Mittelalterfest in Teuchern, Sachsen-Anhalt

Hintergründe des Programms

Das Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern fördert in ländlichen und strukturschwachen Gegenden eine selbstbewusste, lebendige und demokratische Gemeinwesenkultur.

Viele Gebiete in Ostdeutschland mussten sich in den beiden Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung großen Veränderungen stellen. Ganze Industrien wurden abgewickelt, andere sind neu entstanden. Überall, vor allem in den ländlichen und strukturschwachen Gebieten, hat die Bevölkerung große Herausforderungen meistern müssen – sich aber auch neue Chancen erkämpft.

Mit den Folgen von Abwanderung und schrumpfenden Bevölkerungszahlen umzugehen, ist mittlerweile Aufgabenstellung für Akteure in ganz Deutschland. Für Vereine und Initiativen vor Ort bedeutet dies, dass es immer weniger Freiwillige gibt, die ein Ehrenamt übernehmen, die sich engagieren und sich stark machen für andere. Wer organisiert die Kultur- oder Sportangebote, wer engagiert sich auf dem Land noch für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen, wer hilft bei öffentlichen Veranstaltungen?

Zusammenhalt durch Teilhabe: Demokratie an der Basis fördern



Das Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT) des Bundesministeriums des Innern (BMI) fördert in den ländlichen und strukturschwachen Gegenden Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus. ZdT unterstützt gezielt Vereine und Initiativen, die regional verankert sind. Bestehende Strukturen sollen auf- und ausgebaut werden. Sie können eigene Berater/-innen gegen Extremismus ausbilden und zukunftsträchtige Methoden entwickeln, um mehr Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern. Die Projekte setzen vor allem an die Potentiale in den Vereins- und Verbandsstrukturen des Amateursports, der freiwilligen Feuerwehren, der ehrenamtlichen Gliederungen des Technischen Hilfswerks (THW) und anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen an. Zusätzlich werden die Vereine und Verbände in Modellprojekten durch Angebote im Bereich des interkulturellen Lernens bei der Bewältigung von Herausforderungen infolge der Migrationsbewegungen unterstützt.

Seit 2017 ist "Zusammenhalt durch Teilhabe" im gesamten Bundesgebiet aktiv



Menschen vor Ort können durch die Mitarbeit an den Projekten erfahren, dass sie ihre Zukunft selbst in der Hand haben und diese aktiv und miteinander gestalten können. Demokratie, das ist der Grundgedanke des Projekts, soll dort gefördert werden, wo sie entsteht: an der Basis. „Zusammenhalt durch Teilhabe“ ist ein Präventionsprogramm gegen Rechtsextremismus, es wirkt extremistischen und verfassungsfeindlichen Strömungen entgegen.

Der Förderschwerpunkt von „Zusammenhalt durch Teilhabe“ ist Ostdeutschland. In der zweiten Programmphase wurden erprobte Projektkonzepte auf ausgewählte Trägerstrukturen in westdeutschen Bundesländern übertragen und bundesweit Qualifizierungsangebote gemacht. 2017 wurde das Bundesprogramm auch flächendeckend auf die alten Bundesländer ausgeweitet.

Das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ fördert Projekte zur Stärkung demokratischer Teilhabe und gegen Extremismus. Im Mittelpunkt stehen regional verankerte Vereine, Verbände und Multiplikator/-innen. Ihre Kompetenzen werden unterstützt und erweitert. „Zusammenhalt durch Teilhabe“ will aufmerksame und respektierte Ansprechpartner/-innen vor Ort stärken und ausbilden. Die Projekte sollen präventiv, vor allem im Vorfeld möglicher extremistischer Gefährdungen agieren und die grundlegenden Bedingungen für ein gleichwertiges und gewaltfreies Zusammenleben schaffen.

Das Bundesministerium des Innern hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) mit der Umsetzung des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe" betraut.


 

Zahlen, Daten, Fakten

Hier finden Sie die wichtigsten Eckdaten zum Programm und der Förderung. Weiter... 

Abschlussbericht Programmphase 1

Kurzfassung der Programmevaluation der ersten Phase von "Zusammenhalt durch Teilhabe" 2011-2013 Weiter... 

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