Zusammenhalt durch Teilhabe in der Sozialen Arbeit – AWO für Vielfalt und Engagement

Demokraturm - © AWO

Zielgruppen

Haupt- und Ehrenamtliche auf allen Ebenen in der AWO

Die DEMOKRATAINMENT-Methoden können von allen Interessierten Akteur/-innen in der AWO in ganz unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden: Vom Team-Event über Ortsvereins-Feste hin zu Aktionstagen. Egal, ob Haupt- oder Ehrenamt, Führungskräfte oder nicht, jüngere oder ältere Menschen – die Methoden sind erst einmal nicht festgelegt auf bestimmte Zielgruppen. DEMOKRATAINMENT-Methoden bieten einen niedrigschwelligen Zugang, um sich spielerisch mit bestimmten Fragestellungen im Kontext von Demokratie und Demokratiestärkung zu befassen.
Die Methoden können in größeren Gruppen, auf Veranstaltungen, im Rahmen von Aktionstagen oder auch in kleineren Teams genutzt werden. Sie bieten unterschiedlichen Personen und Gruppen einen Zugang, verschiedene Fragen der Demokratiestärkung zu reflektieren und darüber in den Austausch zu kommen. Gleichzeitig lassen sie sich natürlich auch als Inspiration für Anlässe außerhalb der AWO nutzen.

Kurzbeschreibung

Die DEMOKRATAIMENT-Methoden der AWO sind in der praktischen Arbeit des AWO Netzwerks der „Zusammenhalt durch Teilhabe“ Projekte entstanden und wurden gemeinsam von den Projektverantwortlichen zu einem DEMOKRATAINMENT-Paket geschnürt, damit möglichst viele Menschen in der AWO von diesen erprobten Methoden profitieren können und inspiriert werden, sich mit Fragen der Demokratiestärkung zu befassen.
Die DEMOKRATAINMENT-Methoden sind in jeweils einer zweiseitigen Anleitung kurz und bündig beschrieben und visualisiert. Hierbei ist Schritt für Schritt nachzulesen, wie die Methode eingesetzt werden kann. Auch der Zeitaufwand der Methode, der „Demokratainment“-Faktor und mögliche Fragestellungen, die mithilfe der Methode diskutiert werden können, sind in der Anleitung beschrieben.
Zu einigen Methoden stellen wir auch praktische Vorlagen zur Verfügung, z.B. Druck-Vorlagen sowie Beispiele für konkrete Fragen, die beispielsweise im Rahmen eines Demokratie-Quiz oder beim Politischen Speed-Dating gestellt werden können.

Ziele / Was soll erreicht werden?

Mit den DEMOKRATAINMENT-Methoden wollen wir die Kompetenzen zur Auseinandersetzung mit Demokratiestärkung im gesamten Verband der Arbeiterwohlfahrt stärken und für das Themenfeld sensibilisieren. Zudem trägt die Veröffentlichung durch den Wissens- und Ergebnistransfer zur Sichtbarkeit der Arbeit der ZdT Projekte in der AWO bei und stärkt diese im Rahmen ihrer Projektumsetzung.
Die DEMOKRATAINMENT Methoden bringen Menschen miteinander ins Gespräch.

Mehrwert für den Verein

Die DEMOKRATAINMENT-Methoden können von allen Interessierten in der AWO bei ganz unterschiedlichen Anlässen – Festen, Teamevents, Fortbildungen oder anderen – eingesetzt werden. Sie erfordern keine Vorkenntnisse und sind mit wenig Aufwand umsetzbar. Sie schaffen mit einem hohen Spaßfaktor einen niedrigschwelligen Einstieg, um sich (gemeinsam) mit Fragen innerverbandlicher Demokratiestärkung oder auch mit den Werten des Verbandes zu beschäftigen.

Arbeitsschritte

Materialien für das Politische Speed Dating
Das Speed-Dating oder Speed-Dialog-Format bietet anhand vorgegebener Fragen und zeitlicher Begrenzung einen thematischen Austausch im Dialog der anderen Art – überall vor Ort miteinander reden statt übereinander.
Erklärung zur Durchführung: Bei diesem Speed-Dating geht es vor allem darum, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, egal ob sie sich kennen oder nicht. Mit ideengebenden Fragen kann in kurzen Runden über politische Themen wie „Demokratie“, „Rassismus“ oder anderes gesprochen werden – so können Gedanken ausgetauscht und Impulse gesetzt werden, die vielleicht sogar zu Erkenntnissen, Ideen oder auch zu neuen Bekanntschaften führen. Es werden 5-10 Fragen als Vorlage vorbereitet und man kann ggf. auch mit Comics oder Bildern arbeiten, um Gesprächsanlass zu bieten. Die Teilnehmenden sitzen oder stehen sich als Pärchen oder mit max. 4 Personen gegenüber und beantworten sich in 2 bis 10 Minuten eine Frage – je nach Anlass / Kontext 3-10 Fragen – eher persönlich oder politisch, bzw. thematisch. Dann wechseln die Partner/-innen, z.B. indem alle eins weiter rutschen, die an der linken Tischseite sitzen. Oder es setzen sich einfach nach jeder Runde diejenigen zusammen, die noch nicht das Vergnügen hatten. Das geht solange, bis sich alle kennengelernt haben oder z.B. eine Stunde oder 3 - 10 Runden vorbei sind. Ein/-e Moderator/-in mit Stoppuhr und Glocke zeigt die Wechsel der Fragen und Gesprächspartner/-innen an.
Der DEMOKRATAINMENT-Faktor: Diese Methode kann 2 oder 200 verschiedenste Leute ganz neu zusammenbringen. Freund/-innen, Bekannte und Fremde lernen sich auf die Schnelle (neu) kennen. Und das Beste daran: man kann die verschiedensten Themen setzen – ganz viele oder ein spezielles.
Welche Fragen lassen sich thematisieren?: Persönliches Kennenlernen und thematischer Austausch werden möglich. Durch vorgegebene Fragen und den zeitlichen Rahmen kann man impulsgebend und dialogfördernd in unterschiedlichste Themen einsteigen. Welche Fragen und Aufgaben sich eignen, ist ganz den Organisator/-innen überlassen. Sie kennen die aktuellen Interessen vor Ort am besten. Es kann großen Spaß machen, sich (im Team) eigene Fragen auszudenken. Immer gut ist eine Mischung aus ernsten und lustigen Runden, aus eher politischen und eher privaten Fragen.
Beispielfragen: Wo fängt Demokratie für Dich an? Wie kannst Du selbst zu einem demokratischen Miteinander beitragen? Welchen Einfluss haben neue Medien auf unser demokratisches Miteinander? Wer sollte deiner Meinung nach bei einem Volksentscheid mitbestimmen dürfen? Was sollte deiner Meinung nach durch Volksentscheide entschieden werden? Wer ist Dein größtes demokratisches Vorbild? Was können wir gegen Rassismus und für Vielfalt tun? „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Was bedeutet das für dich?
Tipp: Hilfreich ist es, wenn sich die Teilnehmenden am Anfang ein Namensschildchen basteln (etwa mit Filzstift und Kreppband). Parallel können zum Abschluss durch Blitzlicht und sammeln von AHA-Momenten auch Ergebnisse und Erfahrungen festgehalten werden, z.B. an einer Stellwand auf einem Plakat, etc. Darauf lässt sich optional auch vermerken, wofür man sich gerne einsetzt – z. B. für #awogegenrassismus, #awostärktdemokratie etc.

Herausforderungen / Worauf ist zu achten ?

Hinweise in den Anleitungen

Für jede DEMOKRATAINMENT-Methode werden in der Anleitung jeweils Hinweise zu möglichen Herausforderungen bei der Umsetzung beschrieben.

Niedrigschwelligkeit

Es geht darum, möglichst niedrigschwellige Beispiele zu vermitteln, wie das Thema Demokratiestärkung bei geläufigen Anlässen in der AWO eingebracht werden kann, möglichst ohne Hürden und Schwierigkeiten bei der Planung und Umsetzung.

Erfahrungen aus der Z:T-Praxis

Die DEMOKRATAINMENT Methoden wurden im Rahmen der Arbeit der ZdT Projekte der AWO entwickelt und erprobt. Konkrete Hinweise und Tipps zum Einsatz der Methoden können über den direkten Austausch mit den Projektverantwortlichen vermittelt werden. Die Vermittlung der Kontakte erfolgt über die Fachstelle „Zusammenhalt durch Teilhabe in der Sozialen Arbeit“.

Kontakt

Susanne Beyer
Fachstelle „Zusammenhalt durch Teilhabe in der Sozialen Arbeit“
AWO Bundesverband