Wissenschaftliche Begleitung
Seit 2025 begleiten die IMAP GmbH (externer Link) und Univation – Institut für Evaluation GmbH (externer Link) gemeinsam die neue Förderphase des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT).

Ziel der wissenschaftlichen Begleitung ist es, Wirkungen des Programms zu erfassen, Impulse für die Weiterentwicklung zu geben und die Erfahrungen der Träger für die Praxis und zukünftige Projekte zu erschließen.
Die Evaluation folgt einem theoriebasierten, partizipativen und wirkungsorientierten Ansatz. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Was bewirkt das Programm vor Ort? Wie können erfolgreiche Ansätze gestärkt und verbreitet werden? Wie lassen sich Erfahrungen aus der Praxis für zukünftige Demokratieförderung nutzen?
Die Evaluation besteht aus drei zentralen Aufgabenfeldern:
- Wirkung sichtbar machen: Die Evaluation nimmt übergeordnete Wirkungen, etwa auf das lokale Gemeinwesen oder auf den demokratischen Zusammenhalt, systematisch in den Blick. Sie untersucht, welche Wirkung das Programm ins-gesamt entfaltet – sowohl in den einzelnen Projekten als auch im Gemeinwesen vor Ort.
- Prozesse stärken: Die fortlaufende Auswertung unterstützt die Träger bei der Reflexion und Weiterentwicklung ihrer Maßnahmen – mit praxisnahen Reflexionsangeboten, Unterstützung zur Selbstevaluation und gemeinsamen Workshops.
- Ergebnistransfer: Die Ergebnisse der Evaluation werden u. a. über Synthesepapiere und Workshops zurück in die Praxis und Programmentwicklung gespiegelt.
Die Evaluation versteht sich als lernende Begleitung, deren Erkenntnisse kontinuierlich in die Programmpraxis zurückfließen. Im Dialog mit Praxis, Fachstellen und Politik trägt sie dazu bei, dass „Zusammenhalt durch Teilhabe“ seine Wirkung entfalten kann – vor Ort, im Alltag und nachhaltig.
Hier finden Sie das Evaluationskonzept der aktuellen Förderphase
Ausgewählte Zwischenergebnisse 2025
Das Projektjahr 2025 war von der schwierigen Situation aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung geprägt. Dies wurde auch in den Evaluationsergebnissen sichtbar. Dennoch konnten viele Maßnahmen entwickelt, vorbereitet und umgesetzt werden.

Der Schwerpunkt 2025 lag klar auf Schlüsselpersonen und bestehenden Strukturen, während breitere Zielgruppen erst im weiteren Projektverlauf stärker erreicht werden sollen. Dies spiegelt die Phasenlogik von Z:T wider: Das Programm wirkt nicht primär direkt auf Vereinsmitglieder, sondern über Schlüsselpersonen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Diese werden durch Qualifizierung, Beratung und Vernetzung gestärkt, demokratische Prozesse zu gestalten und sich gegen Menschenfeindlichkeit und Extremismus zu positionieren. Über diese Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sollen anschließend Wirkungen auf Vereinsmitglieder, die Vereinskultur und schließlich auch den Sozialraum entstehen.

Von insgesamt 533 Maßnahmen entfällt mit 123 (23 %) fast ein Viertel auf Qualifizierung – die mit Abstand größte Einzelkategorie. Zusammen mit Beratung (15 %) und Vernetzung (13 %) machen diese drei Kategorien bereits über die Hälfte aller Maßnahmen (51 %) aus. Das zeigt: Der Maßnahmenschwerpunkt lag im ersten Jahr klar auf Wissensvermittlung, individueller Unterstützung und Beziehungsaufbau.

Von den geplanten Maßnahmen wurden 346 vollständig (65 %) und 133 teilweise umgesetzt (25 %); lediglich 50 (9 %) konnten nicht realisiert werden.
Die Umsetzungsquoten variieren nach Ziel: Bei den meistbearbeiteten Zielen – Bewusstsein für demokratische Teilhabe, sichtbares Engagement und demokratische Verbandsarbeit – blieb der Anteil nicht umgesetzter Maßnahmen durchweg gering.
Die Regiestelle steht Ihnen für Fragen und Anregungen rund um das Thema Programmevaluation gern zur Verfügung.
Ansprechpartner:
Dr. Alexander Mewes
regiestelle@bpb.de
Hier finden Sie die Abschlussberichte zu den Evaluationen der bisherigen Förderphasen