Programm für bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Handeln

Der Anschlag in Halle- Kontinuitäten des Antisemitismus und die Folgen für Betroffene

22.11.2022 | Halle

Am 9. Oktober 2019, an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, fand in Halle ein antisemitischer Anschlag statt. Der rechtsextreme Täter versuchte erst, in die Synagoge einzudringen, um dort Menschen zu ermorden. Als dies nicht gelang, ermordete er eine Passantin und einen Besucher eines nahegelegenen Döner-Imbisses und schoss auf der Flucht weitere Menschen an. Dass es keinen adäquaten polizeilichen Schutz für die Synagoge in Halle gab und dass es viel zu lang bis zum Eingreifen der Polizei dauerte, wirft zahlreiche Fragen über die Sicherheit jüdischen Lebens in Deutschland auf.

Nach Gesprächen mit Überlebenden und Betroffenen wollen wir von Menschen hören, die
vor Ort aktiv sind und sich gegen Antisemitismus engagieren. Im Anschluss wird es einen
Überblick zu antisemitischer Gewalt in Deutschland geben. Abschließend wollen wir in
Klein gruppen ins Gespräch zu kommen, das Gehörte vertiefen und diskutieren, wie die Aus einander setzung mit Antisemitismus weitergeführt werden kann.
Die Veranstaltung wird durchgeführt vom Projekt »Demokratie gewinnt!« der Diakonie Mitteldeutschland, dem Projekt »Kirche für Demokratie – Verantwortung übernehmen – Teilhabe stärken« der Katholischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus.

15:30 - 15:45 Uhr: Begrüßung und kurze Einführung
❚❚15:45 - 16:15 Uhr: Gespräch »Der Halle-Anschlag und seine Folgen für Betroffene«
Rachel Spicker, Sozialwissenschaftlerin und Mitarbeiterin der Fachstelle Gender, GMF und
Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung
Naomi Henkel-Gümbel, Überlebende des antisemitischen Anschlags auf die Synagoge in Halle
Christina Feist, Überlebende des antisemitischen Anschlags auf die Synagoge in Halle
❚❚16:15 - 16:45 Uhr: Gespräch »Perspektive von vor Ort«
❚❚16:45 - 17:00 Uhr: Pause
❚❚17:00 - 17:30 Uhr: Ständige Bedrohung jüdischen Lebens in Deutschland
Bianca Loy, Bundesverband RIAS e.V.
❚❚17:30 - 17:55 Uhr: Breakout-Sessions mit den Referent*innen
❚❚17:55 - 18:00 Uhr: Abschluss

Online-Veranstaltung

Veranstalter:

Die Veranstaltung wird durchgeführt vom Projekt »Demokratie gewinnt!« der Diakonie Mitteldeutschland, dem Projekt »Kirche für Demokratie – Verantwortung übernehmen – Teilhabe stärken« der Katholischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus.

Veranstaltungsart:

Online

Veranstaltungstyp:

Öffentliche Veranstaltung

Veranstaltungsort:

Anne-Katrin Linde
Merseburger Str. 44
06110 Halle

Hinweise zur Anfahrt:

Wir bitten Sie und Euch, sich spätestens bis zum 20.11.2022 anzumelden unter Anmeldung.
Die Zugangsdaten erhalten Sie einen Tag vor der Veranstaltung.

https://bagkr.de/anmeldung-halle/