Programm für bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Handeln

Programmbereiche von "Zusammenhalt durch Teilhabe"

Die Maßnahmen werden in drei Programmbereichen durchgeführt. Sie werden ergänzt durch Coaching-, Supervisions- und Vernetzungsmaßnahmen, eine wissenschaftliche Evaluation und Forschungsvorhaben, welche der Qualitätssicherung, der Weiterentwicklung von Programmangeboten und Projektinhalten sowie dem Transfer bewährter Handlungsansätze dienen.

  • Konfliktbearbeitung im Verein

    Programmbereich 1A

    Der Fokus des Programmbereichs 1A liegt auf der Qualifizierung von Ehren- und Hauptamtlichen in den Vereinen und Verbänden, um sie zu befähigen, die eigenen institutionellen Strukturen teilhabeorientiert mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Hierzu zählen insbesondere die verbandsinterne Beratung und Bearbeitung von diskriminierenden und undemokratischen Verhaltensweisen und die Etablierung diesbezüglicher Verfahren und Prozesse.

  • Gemeinsam Projekte planen

    Programmbereich 1B

    Durch das Bundesprogramm erworbene Kompetenzen im Umgang mit diskriminierenden und undemokratischen Verhaltensweisen sollen Effekte über die Verbands- und Vereinsgrenzen hinaus haben und in lokale Gemeinwesen (Gemeinden mit bis zu 20.000 Einwohnern) übertragen werden, um diese zu stärken. Vereins- und Verbandsmitglieder sollen ihre Erfahrungen und Handlungskompetenzen bei der Gestaltung demokratischer Teilhabe auf lokaler Ebene einbringen.

  • Interkulturelles Lernen

    Programmbereich 2: Modellprojekte Interkulturelles Lernen im Verband

    Verbände und Vereine stehen vor der Herausforderung, Menschen mit Asylstatus und in Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund verstärkt in ihre Verbandsarbeit einzubeziehen. Die Teilnahme an der Arbeit von gemeinnützigen Verbänden und Vereinen bedeutet für diese Menschen zugleich auch die Teilhabe am Gemeinwesen und an unserer Gesellschaft und trägt wesentlich zu einer gelungenen Integration bei. Gleichzeitig werden diese Menschen in den Verbandsstrukturen gebraucht, da gerade in strukturschwachen Regionen, die besonders von Abwanderung und dem demographischen Wandel betroffen sind, viele dieser Organisationen Nachwuchssorgen haben. Dabei geht es um umfassende Integrationsprozesse in die Strukturen derjenigen Organisationen, die schwerpunktmäßig in ländlichen oder strukturschwachen Regionen aktiv sind, wie der Feuerwehr, des Sports, des THW sowie landesweit tätiger (klassischer) Helferorganisationen.