Programm für bürgerschaftliches Engagement und demokratisches Handeln

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer überreicht Zertifikate an neue Demokratieberater/-innen

Im Rahmen des Z:T -Projektes „Im Sport verein(t) für Demokratie“ des LSB Sachsen haben 15 Demokratietrainerinnen und -trainer erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen. Als Zeichen der Wertschätzung des Engagements der neuen Berater/-innen überreichte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer in Dresden persönlich die entsprechenden Zertifikate.

"Im Sport – verein(t) für Demokratie" - Neue Demokratieberater*innen
"Im Sport – verein(t) für Demokratie" - Neue Demokratieberater*innen (© Annegret Müller)
Die Veranstaltung, die den Abschluss des aktuellen Ausbildungslehrgangs bildete, nahm Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zum Anlass, die Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement zu würdigen. In seinem Grußwort betonte er die Geschlossenheit beim Einsatz für eine offene und vielfältige Gesellschaft und sagte: "Demokratiefeindlichen Tendenzen stellen wir uns überall entschieden entgegen. Wir setzen uns für gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein faires Miteinander ein. Demokratietrainer können dabei helfen, wenn es Probleme mit politischem Extremismus oder Diskriminierung im sportlichen Alltag eines Vereines gibt".

Lan Böhm, Leiterin der Regiestelle „Zusammenhalt durch Teilhabe“, diskutierte bei der Veranstaltung am 24. November in Dresden auf dem Podium zusammen mit Kretschmer und dem Präsidenten des Landessportbundes, Ulrich Franzen, unter anderem darüber, warum Sportvereine eine wichtige gesellschaftliche Rolle haben. „Vereine benötigen mehr Zeit für die Stärkung des Miteinanders abseits vom Spielfeld: im Gespräch oder bei gemeinsamen Veranstaltungen werden die Vereinswerte und der Zusammenhalt untereinander gestärkt“; so Böhm. Die Demokratietrainerinnen und –trainer könnten dabei Hilfestellung und Begleitung geben.

"Im Sport – verein(t) für Demokratie" - Zertifikatsvergabe
"Im Sport – verein(t) für Demokratie" - Zertifikatsvergabe (© Annegret Müller)
Die sechsmonatige Demokratieberater/-innen-Ausbildung des LSB Sachsen beinhaltet Grundlagen der systemischen Beratung, Handwerkszeug zum Umgang mit Diskriminierung sowie Konfliktmanagement. Die Trainer/-innen sind überwiegend selbst haupt- oder ehrenamtlich im Sport tätig. Malte Reinke-Dieker, einer der neu ausgebildeten Demokratietrainer, möchte ganz konkrete Herausforderungen im Verein angehen: „In der Gesellschaft, gerade auch in Sachsen, gibt es im Bereich Diskriminierung, Ausgrenzung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit viel zu tun. Das macht natürlich auch vor Sportvereinen nicht halt. Ich freue mich darauf, die Sportvereine zu unterstützen und vor Ort gemeinsam Lösungsansätze zu finden", so Reinke-Dieker.

Das Projekt „Im Sport verein(t) für Demokratie“ berät Vereine, die sich Unterstützung bei der Bewältigung demokratiefeindlicher Tendenzen wünschen, oder Fragen zu Mitbestimmung und Vereinskultur haben. Die insgesamt 40 aktiven Demokratietrainerinnen und -trainer des Projektes führen individuelle Beratungen durch und halten Bildungsseminare zu den Themen Konfliktmanagement, Engagementförderung, Diskriminierung und politischer Extremismus. Zielgruppe sind Mitglieder, Ehrenamtliche und Führungskräfte sächsischer Sportvereine.

"Im Sport – verein(t) für Demokratie" - Podiumsdiskussion
"Im Sport – verein(t) für Demokratie" - Podiumsdiskussion (© Annegret Müller)
Projektleiter Michael Donner freut sich über die neu ausgebildeten Trainer*innen: „Wir möchten zu einer demokratischen Alltagskultur in Sachsen beitragen. Zur Erreichung dieses Zieles ist jede engagierte Person ein großer Gewinn. Dass die neuen Trainerinnen und Trainer nun ihre Ausbildung abgeschlossen haben und ihr erlerntes Fach- und Methodenwissen in der Praxis anwenden können, ist daher ein freudiges Ereignis. Zusammen mit den in den letzten Jahren ausgebildeten Demokratietrainerinnen und -trainern haben wir nun ein starkes Team beisammen, dass die Vereine und Verbände bei ihren Herausforderungen unterstützen wird.“

Mehr Informationen zum Z:T- Projekt des Landessportbundes Sachen finden Sie hier.